21.10.2019

Der Käuzchenberg 1926 - 2014

In dreijähriger Ar- beit wurde in den Jahren 1926 bis 1928 der "Jenaer Käuzchenberg" als Zwätzener Wein- berg für die Landwirtschaftliche Fakultät der FSU in seiner jetzigen Form angelegt. Ziel dieses Umbaus war es den ursprünglich rein Handarbeitsberg, (=viele, sehr kurze Terrassen) so umzugestalten, dass man mit

handgeführten Arbeitsmaschinen die schwere körperliche Arbeit erleichtern konnte. Während am Weinberg westlich noch bis 1928 gearbeitet wurde, wuchsen an der östlichen Seite bereits die Reben.

Bis 1953 stand der Weinberg als Teil des Lehr- und Versuchsgutes der Universität im Ertrag und lieferte durchschnittlich 12 Tonnen Trauben. Durch die folgende Umstrukturierung in ein VEG mit dem Schwerpunkt Tierzucht, nahm das Interesse am Weinbau stark ab. 1963 wurde der Weinberg schließlich ganz aufgegeben und der untere Teil zu Ackerland. Auf den Terrassen grasten Schafe, die den Weinstöcken den Garaus machten.

1976 wurde das Areal als ehemaliger Weinberg wiederentdeckt, ab 1978 zunächst privat aufgerebt. 1980 gründeten Enthusiasten die Sparte "Weinberg-Zwätzen" des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter. Bis 1984 wurde der Berg mit 5000 Reben in Stand gesetzt. In den folgenden Jahren wurde schließlich das alte Weinberghaus erneut aufgebaut. Der untere Teil des Areals gehörte wieder zum Weinberg, wurde jedoch nicht wieder aufgerebt. Heute befinden sich hier Gartenhäuser mit einem Kleingartenanteil.

Der heutige "Weinberg Zwätzen e.V." ist aus der ehemaligen Sparte des Kleingartenvereins hervorgegangen und betreibt den Zwätzener Weinberg als "Jenaer Käuzchenberg" bis heute.